Sozialleiter Markus Bieri: «Behandle andere, wie du behandelt werden willst»

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Sozialfälle und das Migrationsthema fordern auch das Dorf Frutigen heraus. Doch was bewegt einen Leiter, der in diesem Bereich eine grosse Verantwortung trägt und täglich damit konfrontiert ist?

Der Leiter des Regionalen Sozialdienstes Frutigen, Markus Bieri, selber sieht die Menschenwürde als handlungsführenden Wert seiner Arbeit und findet es motivierend, Menschen in ihrer Eigenverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen.

Schweiz für Schwache

Die Schweizer Verfassung sagt, dass die Stärke des Volkes sich am Wohl der Schwachen misst, und sie in der Alltagsbewältigung unterstützt werden sollten.  

In Sachen Sparmassnahmen bedauert Markus Bieri, wenn bewährte Strukturen nur aufgrund kurzfristiger Ziele abgebaut werden und dadurch nachhaltig kostenintensive Kollateralschäden entstehen. Die Sozialhilfe solle sich an den effektiven Preisen und konkret am Einkaufskorb orientieren und nicht nur an politischen Einstellungen. Es bestehe ein sehr hoher Druck.

Goldrichtige Regel

Zu den christlichen Werten in der Arbeit bemerkt der Leiter des Sozialdienstes: «Ich fühle mich den Werten ’soziale Gerechtigkeit und der Wahrung der Menschenwürde‘ verpflichtet. Im Umgang mit den Menschen orientiere ich mich zudem an der ‚Goldenen Regel‘, dem Grundsatz der zeitgemässen praktischen Ethik: ‚Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst‘. Diese Werte möchte ich authentisch leben, im Sinne von ‚Taten sagen mehr als Worte‘.»

Ausweg mit Zukunft

Wenn bei Personen Fähigkeiten entdeckt werden, und so beispielsweise ein Klient in der Holzverarbeitungsbranche eine Stelle findet und damit seine materielle Existenz selbständig sichern kann, freut sich Markus Bieri, weil die Unterstützung die gewünschte Wirkung erzielte – auch im Bewusstsein, dass seine «Goldene Regel» der Nächstenliebe einmal mehr zum Tragen gekommen ist.

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