Gott ist stärker als 6 Tonnen Stahl

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Der Vorfall vom 6. Februar 2018 sorgte landesweit für Schlagzeilen: Auf der A6 zwischen Interlaken und Spiez kippte ein Lastwagen-Container auf die Gegenfahrbahn und überrollte ein Auto. Am Steuer sass Markus Schwander (49). Er kam wie durch ein Wunder nur mit dem Schrecken davon. Wie hat dieses Ereignis sein Leben geprägt?

«Ich befahre die Strecke entlang des Thunersees seit vielen Jahren. Dabei fallen einem die vielen Blumen und Grablichter entlang der Strasse auf, denen ich jedoch nie grosse Beachtung schenkte», sagt Markus Schwander. Beinahe wäre 2018 ein weiteres dazugekommen. Was war passiert?

Kein Entrinnen

An jenem 6. Februar 2018 erlebte Schwander auf dem Weg zu einem Kunden den Schreck seines Lebens: «Plötzlich verlor ein entgegenkommender Lastwagen einen Container. Der Abstand betrug noch etwa 50 Meter. Der Container überschlug sich mehrmals und rollte auf mich zu. Rechts der Bahndamm, links der Gegenverkehr – es gab kein Entrinnen.»

Markus Schwander realisiert erst später, was genau passiert war. Er erinnert sich an sein instinktives Bremsmanöver, den auf ihn zurollenden Container, den Aufprall, die mit Wucht agierenden Airbags, die plötzliche Stille…

«Ich erlebte Bewahrung»

Schwanders Auto erlitt Totalschaden, er selbst blieb wie durch ein Wunder vor grösserem Schaden bewahrt. Ein Rettungssanitäter sprach von «Glück gehabt!». Schwander korrigierte: «Nein, für mich gibt es in solchen Momenten kein Glück. Ich erlebte Bewahrung.»

Der heute 49-jährige Familienvater, der mit seiner Familie in Zwieselberg lebt, fährt noch heute regelmässig an der Unfallstelle vorbei. «Auch dreieinhalb Jahre nach dem Unfall löst es immer etwas in mir aus, wenn ich dort durchfahre. Ich weiss, bei wem ich mich bedanken kann, dass ich noch lebe. Gott ist stärker als sechs Tonnen Stahl», sagt Schwander mit einem Augenzwinkern.

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